DIE ZAUBERFLÖTE
im ROSENGARTEN / PÖSTLINGBERG
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| DIE ZAUBERFLÖTE kommt nach Linz |  | |  | Zu welcher Zeit und an welchem Ort die „Zauberflöte“ spielt, ist nicht bekannt.
Es muss aber zu dieser Zeit und an diesem Ort eine „sternflammende Königin“, edle Prinzen, gefährliche Schlangen, Zauberflöten und Glockenspiele und den Beruf eines heiratswilligen Vogelfängers, mit Namen Papageno, gegeben haben.
Zwei verschiedene Welten prallen aufeinander.
Der weise Sarastro hat die Tochter der Königin der Nacht entführt, um sie vor dem bösen Einfluss ihrer Mutter zu schützen.
Der edle Prinz Tamino verirrt sich ins Reich der sternflammenden Königin. Diese nutzt Taminos Unwissenheit und entsendet ihn, gemeinsam mit Papageno, in das Reich des Sarastro, um ihr ihre Tochter Pamina zurückzubringen.
Der Befreiungsversuch misslingt.
Allerdings stellt sich heraus, dass Sarastro kein Tyrann sondern ein weiser friedliebender Priester ist.
Er bietet Tamino und Pamina an, im Kreise der Eingeweihten ihr Glück zu finden,
erlegt ihnen aber eine Reihe von Prüfungen auf.
In Liebe vereint, bestehen die beiden sämtliche Prüfungen, das Reich des Bösen wird besiegt und auch Papageno, dem so gar nicht nach den höheren Idealen der Eingeweihten ist, bekommt am Ende seine Papagena. |
|  | |  | „Die wilden Tiere“ Kinder aus dem Umfeld der Produktion
Martina Puchner (Violine 1)
Renate Fröschl (Violine 2)
Katherina Pavovla (Viola)
Irina Lvova (Violoncello)
Stefanie Leitner (Flöte)
Kunihiro Kashiwagi (Glockenspiel)
Uwe Lohr (Textfassung und Regie)
Thomas Kerbl (musikalische Leitung)
Jan Hax Halama (Bühne)
Wolfgang Bögl (Kostüme)
Ingo Kelp (Lichtdesign)
Elfi Ecker (Maske)
Otto Schatzlmayr (technische Leitung)
Daniel Puchner (Produktionsleitung)
Stefanie Bodner (Regieassistenz)
Kunihiro Kashiwagi (Korrepetition)
Besonderer Dank an das Landestheater / Linz für die Kostüme und Requisiten
Dauer: 2 Stunden (inklusive eine Pause nach dem ersten Aufzug)
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|  | „Eine Zauberflöte spielende Erste Dame, oder Papagenas Nebenberuf als Regieassistentin“
Die Zauberflöte ver- und bezaubert seit beinahe 220 Jahren Jung und Alt und ist die, mit Abstand am meisten gespielte und beliebteste Oper der Musikgeschichte.
Seit ihrer ersten Aufführung am 30.September 1791 regt die Geschichte rund um die Liebe zwischen Tamino und seiner Pamina die kreativen Regieköpfe zu wundersamen und vielschichtigen Deutungen an.
Hat der frühe Tod von Mozart gar mit einer Verschwörung der Freimaurer zu tun, deren Rituale und Geheimnisse er in dieser Oper preisgegeben haben soll?
Oder ist es schlicht und einfach ein wunderbares Märchen, das unsere Phantasien und Sehnsüchte nach Liebe und Gerechtigkeit widerspiegelt?
Auf jeden Fall war die Zauberflöte einer der größten Erfolge, die Mozart zu seinen Lebzeiten feiern durfte.
Um diesen Erfolg zu begreifen blättern wir in der Entstehungsgeschichte der Oper und suchen den Puls der Zeit, welcher diesen Erfolg ausgemacht hat.
Zur Zeit von Mozart gingen Jene, die es sich leisten konnten – demnach fast ausschließlich die adelige Gesellschaft – häufig in die Oper.
Das Opernhaus war gesellschaftlicher Treffpunkt, häufig speiste man während einer Vorstellung und nahm die künstlerischen Darbietungen auf der Bühne nur mit bedingtem Interesse wahr.
Schon damals war es auch manchen Besuchern wichtiger zu beobachten, in welchen neuen Kleidern und Gehängen die Damen des Publikums sich zeigten, wer mit wem in die Vorstellung kam, wer als Erster in der Pause an der Sektbar steht….
(Also fast nichts hat sich da seither geändert, wenn man sich die heutigen Festspielgepflogenheiten des neuen Adels des „Geldadels“ so anschaut)
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|  | Und auf der Bühne:
Da waren es meistens die Geschichten der antiken Götterwelten, die von „höchster kaiserlicher Stelle“ als die am besten passend für einen erbaulichen Opernabend dargestellt und besungen wurden.
So ein Opernabend dauerte dann auch öfters bis zu vier oder fünf Stunden mit ununterbrochenem Gesang auf der Bühne und das auch noch dazu meistens in italienischer Sprache!
Wen wundert es da, dass das Publikum mit geringem Interesse den ewigen Göttern in ihren Familienzwistigkeiten und Machtspielchen folgte.
Ganz Anders spielten sich da die Abende auf den Volksbühnen im Vorstadtbereich ab.
Da wurden Opern, die gerade im kaiserlichen Opernhause aufgeführt wurden, als Parodien nachgespielt; Eintrittspreise verlangt, die auch für normale Bürgern erschwinglich waren und zur Zeit von Mozart entwickelte sich eine neue Form - das deutsche Singspiel, eine Mischung aus gesprochenem Text , garniert mit schönen Arien und Liedern, für jedermann klar verständlich und in der Handlung nachvollziehbar.
In Wien waren damals „Zauberstücke“ ganz groß in Mode. Die Sensation und Publikumsrenner war gerade das Stück „Kaspar der Fagottist oder die Zauberzither“
Emanuel Schickaneder leitete mit großem Erfolg so ein Vorstadttheater und er brauchte dringend ein neues, viele Einnahmen versprechendes, Zauberstück!
Aus der Zauberzither müsse man ein anderes Zauberinstrument machen: Eine Zauberflöte, denn der als Held vorgesehene Tenor Benedikt Schack war auch ein vorzüglicher Flötist.
Die Hauptrollen waren den Sängern der Erstaufführung auf den Leib geschrieben:
Emanuel Schikaneder (Ein Theaterdirektor konnte sich seine Rolle ja auch damals schon aussuchen) bekam als Papageno wieder seine Paraderolle als komischer Bassbuffo.
Für ihn schrieb Mozart volkstümliche, lustige Lieder wie
„Der Vogelfänger bin ich ja, stets lustig heisa hopsasa“ oder „Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich“ .
Dieser Papageno bringt die Zuschauer mit allerhand Schabernack zum Lachen, hat keinen Sinn für die hohen Lehren der Priester, dafür umso mehr für gutes Essen und Trinken.
Bis zur letzten Minute, vor der ersten Aufführung brachte Schikaneder noch zusätzliche wirksame Szenen hinein, ob sie nun zum Ganzen passten oder nicht.
Hauptsache war der Erfolg.
So wurde aus der „Zauberflöte“ ein abenteuerliches Sammelsurium. Wer immer sich die Mühe macht die Handlung zur Gänze zu verstehen, muss scheitern: Zuerst ist Sarastro ein Bösewicht, dann plötzlich ein edler weiser Mann, der sich jedoch zu unglaublichen frauenfeindlichen Äußerungen hinreißen lässt – Seine beiden Oberpriester sprechen in seinem Auftrag das erste Gesetz des Bundes an: „Bewahrte Euch vor Weibertücken, das ist des Bundes erste Pflicht“!
Oder die Königin der Nacht.
Anfangs erscheint sie als arme Mutter, der man die Tochter geraubt hat – und dann ist sie eine böse, falsche Frau, die die eigene Tochter sogar zum Mord anstiften will. |
|  | Und trotzdem – oder gerade Deshalb:
Durch die himmlische Musik von Mozart ist die „Zauberflöte“ eine der wunderbarsten Opern, die je von einem Menschen komponiert wurde und trifft die Herzen der Menschen seit eh und je. Wer trägt nicht auch beide Seiten in sich – einen Teil von Pamina/Tamino aber auch keinen Geringen von Papageno und Papagena.
Das Musiktheaterstudio der Anton Bruckner Privatuniversität Linz bringt mit dieser Produktion erstmals eine Oper für „Kinder und Jene die es geblieben sind“ auf die Bühnen.
Mit dieser Inszenierung folgen wir einem neuen Konzept.
Oper für das „prominenteste Publikum“ – nämlich: Für das Publikum von Morgen !
Und gerade um dieses Morgen geht es.
In wenigen Jahren wird in Oberösterreich ein neues Opernhaus stehen – Das Neue Oberösterreichische Musiktheater –
Wir von der Bruckneruniversität stehen für Zusammenarbeit und Partnerschaft. Das Stadttheater von Bad Hall als Ort für die Jugend und erste Besuche in einer, für Euch konzipierten Inszenierung. Viele unserer ehemaligen Studentinnen und Studenten üben mittlerweile den Beruf als Opernsänger weltweit in bedeutenden Zentren wie Zürich, München, Wien, Köln…. und am Linzer Landestheater aus. Im Stadttheater von Bad Hall sind viele davon das erste Mal in einer Hauptrolle von einer Oper aufgetreten und haben sich erste Lorbeeren vor dem Publikum verdient.
In der Besetzungsliste findet ihr zum Beispiel 10 Damen, die sich die Rollen der Drei Damen, der Dienerinnen von der Sternflammenden Königin aufteilen oder Drei Solistinnen für die Rolle der Pamina.
Wir haben derartig viele engagierte junge Studentinnen und Studenten, dass es uns nicht Möglich war nur eine Besetzung für die Oper auszuwählen. So bekommt jede(r) seine Vorstellungen, unsere Zauberflötendarsteller wechseln sich bei den Vorstellungsterminen ganz einfach gegenseitig ab. |
|  | Nicht genug – die Rollendarstellung auf der Bühne.
Papageno singt gegen Ende der Oper „Seit ich gekostet jenen Wein !“
Dieses Motto gilt für das Leben in und um die Oper. Alle helfen mit, um so ein Stück auf die Bühne zu bringen. Bei uns ist es eine der ersten Damen, die hervorragend Flöte spielen kann; also ab mit Ihr in den Orchestergraben…oder eine unserer Papagenas, die in der Produktion die Funktion der Regieassistentin übernommen hat. Eine fürchterlich komplizierte Aufgabe, da sie die Probentermine koordinieren muss, ständig mitschreibt welche Requisiten, Kostüme gebraucht werden, wo und wann die Auftritte für die einzelnen Szenen stattfinden usw….
Ihnen Allen gebührt großer Dank, denn:
Eine Oper auf die Bühne zu bringen erfordert vor Allem eines – Teamgeist!
Unser Regisseur Uwe Lohr hat die Oper für Euch bearbeitet, die gesprochenen Texte modernisiert und viel Zeit für die Einstudierung investiert. Auch dafür danken wir ihm, ebenso der Stadt Bad Hall und dem Land Oberösterreich, die diese Kinderopernserie möglich gemacht haben.
Den größten Dank aber entbiete ich an Euch, die Ihr in die Zauberflöte gekommen seid. Viel Vergnügen wünscht Euch
Thomas Kerbl
(künstlerische Gesamtleitung)
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|  | DAS LEBEN VON W.A.MOZART
„Seine Kindheit“
Am 27.Jannuar 1756 kam Johannes Chrysostomus (nach dem Tagesheiligen vom 27.Jänner), Wolfgangus (nach dem mütterlichen Großvater Wolfgang Pertl, der am Wolfgangsee lebte) und Theophilus (auf Deutsch: Gottlieb – lateinisch: „Amadeus“– nach dem Paten) in Salzburg als siebtes Kind von Anna und Leopold Mozart zur Welt.
Der Kleine war so schwach, dass die Eltern Angst um sein Leben hatten, zumal ihnen bereits fünf Kinder als Säuglinge gestorben waren.
Wolfgang blieb am Leben, wenn er auch sehr klein blieb und erst im Alter von drei Jahren laufen lernte.
Seine ersten Schritte tat er angeblich von der Mutter zum Klavier, das von nun an sein liebstes Spielzeug war.
Der Bub lernte mit Riesenschritten und der Vater notierte diesen Erfolg stolz in seinem Notenbüchlein, so etwa: „Dieses Menuett hat der Wolfgangerl im vierten Jahr gelernt“ oder „Der Kleine habe ein Menuett um zehn Uhr abends in einer halben Stunde gelernt“.
Als fünfjähriger schrieb Wolfgang hübsche kleine Tänze für Klavier und als Sechsjähriger ein Menuett und Trio für Klavier, das später als Nummer 1 in das berühmte Köchelverzeichnis, das Werkverzeichnis des großen Wolfgang Amadeus Mozart, aufgenommen wurde.
An erste Stelle stand für die beiden Mozart Kinder (Schwester Nannerl) der „Herr Vater“. Von ihm lernten sie Klavier und Violine spielen, komponieren, rechnen, schreiben, Französisch und Italienisch und alles andere.
In eine Schule gingen die Mozart Kinder nie, denn es gab damals noch keine Schulpflicht.
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|  | „Nach dem lieben Gott kommt gleich der Papa“
Kaum je ist ein Komponist als Kind so liebevoll und gleichzeitig sachverständig in die Musik eingeführt worden wie Wolfgang Amadeus Mozart durch seinen Vater. Er zwang die Kinder nicht zu stundenlangen Tonleiterüben, wie das damals üblich war, sondern ließ die Kinder mit der Musik spielen, eigenes ausprobieren, ihre Fantasie erproben und schrieb für sie hübsche Melodien.
Es folgten Reisen und Konzerttourneen als „Wunderkinder“ durch ganz Europa; bereits in jungen Jahren war W.A.Mozart ein allseits geachteter Virtuose und Komponist.
Sein weiteres Leben war geprägt von künstlerischen Erfolgen aber auch Krankheiten und Krisen. Als einer der ersten Komponisten versuchte er sein Leben als freischaffender Künstler zu bestreiten. Eine fixe Anstellung am Hofe des Erzbischofs von Salzburg verließ er, am kaiserlichen Hof in Wien fand er zwar genug Aufträge für Opern, Konzerte und Ballveranstaltungen, eine lang ersehnte finanzielle Absicherung als Kaiserlicher Hofkomponist blieb jedoch aus.
Gegen Ende seines kurzen Lebens verschlimmerten sich die Lebensumstände von Mozart stetig. Immer wieder musste er sich von befreundeten Freimaurer Brüdern Geld leihen. Lukrative Kompositionsaufträge in Wien blieben aus und seine Konzerte waren schlecht besucht.
Wolfgang Amadeus Mozart wollte komponieren – So lehnte er es auch ab seinen Lebensunterhalt als Lehrer für Klavier oder Komposition zu verdienen.
Mit der „Zauberflöte“ hatte er endlich wieder einen durchschlagenden (auch finanziellen) Erfolg.
Alleine im Oktober 1791 fanden 24 Aufführungen statt; alle sind ausverkauft.
Die Früchte des Erfolges hat W.A.Mozart nur kurz erleben dürfen.
Am 5.Dezember 1791 starb er, keine fünfundreißig Jahre alt geworden in Wien und wurde in einem anonymen Armen Massengrab bestattet.
Die genauen Umstände seines Todes sind nicht bekannt. So gibt es zahlreiche Theorien von einer unheilbaren Krankheit bis hin zum Mordkomplott. |
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